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Eine Wärmepumpe fürs Fachwerkhaus
Jan Blefgen holt sich Rat bei der Verbraucherzentrale

Eine Wärmepumpe fürs Fachwerkhaus

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Die Energieberatung

Jan Blefgen erbt das Haus seiner Großmutter. Bevor der 27-Jährige selbst einzieht, will er das Fachwerkhaus von 1911 sanieren. Vor allem die alte Nachtspeicherheizung will er rauswerfen.

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Eine klimafreundliche Wärmepumpenheizung, die Umweltwärme nutzt und kaum fossile Brennstoffe benötigt.

Aber ist das in dem alten Haus wirklich eine gute Idee –  und überhaupt möglich? Im Sommer 2019 holt er sich Rat bei Energieberater Carsten Peters.

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Eine Wärmepumpe kennt jeder aus dem Kühlschrank. Dort befördert sie Wärme mit einem Kältemittel durch ein Leitungssystem hinaus. Bei der Heizung läuft es umgekehrt: Die Wärmepumpe transportiert Wärme aus der Außenluft, dem Grundwasser oder dem Erdreich herein. Durch Verdichtung des Kältemittels erhöht sie die Temperatur, sodass es zum Heizen reicht. Für ihre Arbeit braucht die Wärmepumpe Strom.
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Um den Wärmeverlusten im Blefgen’schen Haus auf die Spur zu kommen, nimmt Carsten Peters alles in den Blick:
  1. Wie gut halten die Fenster die Wärme im Haus? Sind Wärmeschutzfenster vorhanden? Dann bietet sich der Feuerzeug-Test an.
  2. Gibt es schon eine Dämmung von Wänden oder Dach?
  3. Wie viel Strom fließt bisher in die Nachtspeicherheizung, und welchen Beitrag leistet der Kaminofen?
  4. Wie wird das Wasser für Dusche und Co. erwärmt?
  5. Und werden die Räume künftig anders genutzt als bislang?

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Ist der Heizbedarf zu hoch, etwa in einem schlecht gedämmten Haus, verbraucht die Wärmepumpe zu viel Strom. Denn dann springt ein Zusatz-Heizstab ein, der das Wasser im Heizkreislauf direkt erhitzt. Das macht den Klimavorteil der Umweltwärme zunichte.

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Fenster

Die meisten sind gut, bereits Zweifach-Wärmeschutzverglasung.

Solaranlage

Ist eine Solaranlage auf dem alten Dach eine gute Idee?

Wand

Muss noch gedämmt werden. Es gibt aber mehrere Anbauten: Es ist nicht alles gleich zu bewerten!

Keller

Derzeit keine Zentralheizung, keine Decken-Dämmung.

Ein Kamin ist vorhanden

Ein Schornstein müsste also nicht nachgerüstet werden. Was muss beachtet werden, wenn der Kachelofen weiter benutzt werden soll?

Wärmepumpe

Dach

Muss das Dach neu gedämmt werden?

Oberste Geschossdecke

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Zwar hat das Haus bereits eine Innendämmung. Aber Energieberater Peters rechnet aus: Durch die Wände geht trotzdem noch viel Wärme verloren. So ist eine Wärmpumpe nicht zu empfehlen.

Jan Blefgen ist bereit, in zusätzliche Außendämmung zu investieren – die Fachwerk-Optik ist für ihn nicht entscheidend. Wichtig ist ihm aber ein natürlicher Dämmstoff. Carsten Peters erklärt ihm die Möglichkeiten bei Material und Vorgehensweise.

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Die derzeitigen Nachtspeicherheizungen sollen raus, egal welches System kommt. Für eine Wärmepumpe sind große Heizkörper wichtig, erklärt Carsten Peters. Denn ihnen reichen niedrigere Vorlauftemperaturen.

Ideal wäre eine Fußbodenheizung. Aber das Haus ist nicht sehr eben und hat teilweise niedrige Decken – der nötige Aufbau würde die Räume sehr beengen. Also empfiehlt Peters: große Heizkörper unter den Fenstern.

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Carsten Peters hat eine klare Antwort: Auf keinen Fall!
Zu viel teurer Strom wäre auch nach der Dämmung noch nötig, um das Haus zu beheizen. Weder Klima noch Konto hätten langfristig etwas davon: Die Investition in die Rohre macht sich durch geringere Energiekosten langfristig bezahlt.

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Im Keller erläutert Carsten Peters, wo eine Zentralheizung stehen könnte. Als Alternative zur Wärmepumpe bringt er auch eine Pelletheizung ins Spiel. Auch die würde eine Abkehr von fossilen Brennstoffen bedeuten – das ist Jan Blefgen wichtig.

Ein Kamin, an den die Heizung angeschlossen werden könnte, ist für den Scheitholzofen schon vorhanden. Ebenso genug Platz für die Lagerung eines Jahresvorrats an Pellets.

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Für die Wärmepumpe stellt sich die Frage, welche Wärmequelle nutzbar ist. Jan Blefgen hat gehört, dass der Bachlauf hinter dem Haus eine Möglichkeit wäre.

Peters winkt ab: im Wasserstand zu unberechenbar und wasserrechtlich kompliziert. Er empfiehlt eine Sondenbohrung, sofern sie genehmigt wird. Denn dafür muss – anders als beim Erdkollektor – nicht die gesamte Grundstücksfläche aufgegraben werden. Die Erdwärmepumpe gewinnt auch gegenüber der Luftwärmepumpe. Denn im Erdreich ist es das ganze Jahr über wärmer als in der Luft.

verbraucherzentrale.nrw/waermepumpe

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  • 24.000 bis 29.000 Euro würde die Wärmepumpe inklusive Bohrung kosten. / 22.000 bis 25.000 Euro würden für Pelletheizung samt Lagerraum fällig.
  • 7.000 bis 10.000 Euro fielen in beiden Fällen für Rohre und Heizkörper an.
  • Die jährlichen Heizkosten wären recht ähnlich.
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Für beide Heizungsarten sieht Carsten Peters Chancen auf erhebliche Fördermittel. Rund 5.000 Euro könnten für eine Pelletheizung fließen, rund 7.000 Euro für die Wärmepumpe samt Bohrungen.

Wichtig: Jan Blefgen muss alle Förderanträge stellen, bevor er Aufträge erteilt. Die Zuschüsse bekommt er zudem nachträglich – erst einmal muss er in Vorleistung gehen.

verbraucherzentrale.nrw/foerderprogramme

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Bevor die neue Heizung kommt, werden Dach, Fassade und Kellerdecke gedämmt sowie Heizkörper und -rohre eingebaut.

Die Investition liegt im hohen fünfstelligen Bereich. Kann der 27-Jährige die Kosten durch Eigenleistung senken?

Carsten Peters mahnt zur Vorsicht: Fachkundige Planung und Ausführung beugen Schäden und unnötigen Folgekosten vor. Nur bei der Kellerdecke und Teilen der Dachdämmung rät er zur Eigenleistung.
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Etwas fürs Klima zu tun wird immer dringender: Egal, ob Stromsparen im Haushalt, eine neue Heizung oder Solaranlage – es gibt viele Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen!

verbraucherzentrale.nrw/entscheidungen

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Das EU- und landesgeförderte Projekt "Energie2020 – Der Energieverbraucheralltag wird digital" zeigt Privathaushalten ihre Möglichkeiten im Feld der Energieeffizienz und -erzeugung auf. Verbraucherinnen und Verbraucher werden motiviert und angeleitet, eine aktive Rolle in der zunehmend digital geprägten Energiewende einzunehmen und selbst davon zu profitieren. So leistet das Projekt Energie2020 einen Beitrag zur Erfüllung der Klimaschutzziele auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene vor allem im Gebäudesektor.

energie2020.nrw
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Dämmstoffe

Dieser Dämmstoff ist aktuell auch am günstigsten. Kork bildet das andere Ende der Skala. Dazwischen liegen Mineralwolle und Naturfasern.

Aber Achtung: Insbesondere bei der Fassadendämmung entfällt nur ein kleiner Anteil des Gesamtpreises auf den Dämmstoff. Den weitaus größeren Anteil machen Arbeits-, Gerüst- und andere Materialkosten aus. Die Preisunterschiede von Dämmstoffen führen also nicht zu großen Unterschieden beim Gesamtpreis.
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Styropor (EPS) ist leicht zu verarbeiten und vielfältig einsetzbar. Es ist deswegen der klassische Dämmstoff auf Erdölbasis, der allerdings lange in der Kritik stand.

Mittlerweile gilt er nicht mehr als Sondermüll, denn das dafür verantwortliche Flammschutzmittel darf dem EPS schon seit 2016 nicht mehr zugesetzt werden.








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XPS (Extrudiertes Polystyrol) ist verwandt mit Styropor (EPS). Die Vorteile von XPS im Gegensatz zu EPS: Bessere Druckfestigkeit und Feuchtigkeitsresistenz, die durch die Art der Herstellung auf Erdöl-Basis zustande kommen. XPS ist dadurch aber auch deutlich teurer als EPS.
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Weil XPS besonders druckfest und feuchtigkeitsresistent ist, eignet es sich insbesondere für die Außendämmung von Kellerwänden.
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PIR (Polyisocyanurat) hat als Hartschaum eine ausgezeichnete Wärmeleitfähigkeit, die nur noch von Spezialherstellungen wie Aerogelen oder Vakuumplatten unterboten wird.

Der Dämmstoff ist druckfest und feuchteunempfindlich. Außerdem schmilzt er nicht und neigt auch nicht zum Weiterglimmen.

Weitere übliche erdölbasierte Stoffe sind zum Beispiel Polyurethan (PUR) und Phenolharz-Hartschaum.
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Mineralwolle wird sehr häufig zur Dämmung eingesetzt. Dieser Dämmstoff hat auch schallmindernde Eigenschaften.

Mineralische Materialien sind anorganische Stoffe. Hierzu zählen Steinwolle und Glaswolle, Mineralschaum und -granulat oder auch Schaumglas und Kalziumsilikat.

Steinwolle wird auf Basis von Mineralien wie Basalt oder Dolomit hergestellt. Glaswolle wird aus Altglas hergestellt. 



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Alle zugelassenen Dämmstoffe sind mit Blick auf den Brandschutz für Ein- und Zweifamilienhäuser bedenkenlos einsetzbar. Tatsächlich unbrennbar sind allerdings nur die mineralischen Stoffe. Wer hier also auf Nummer sicher gehen möchte, setzt zum Beispiel auf Steinwolle.


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Schaumglas wird größtenteils aus Altglas und zu ca. 15 % aus Kohlenstoffen hergestellt. Ökologisch ist das fertige Material unbedenklich, seine Herstellung ist aber energieintensiv.

Es gibt keinen Dämmstoff, der druckfester ist als dieser. Daher ist er insbesondere für Flachdachkonstruktionen geeignet.
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Dieser Dämmstoff eignet sich besonders für Innendämmungen, da er unter anderem sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben kann. Außerdem lässt Kalziumsilikat durch seinen pH-Wert kein Schimmelwachstum zu.
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Als mineralisches Material brennt Kalziumsilikat nicht. Außerdem löst dieser Dämmstoff keine gesundheitlichen Belastungen aus.
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Perlite bilden einen vielseitig einsetzbaren Dämmstoff. Sie werden häufig als Schütt-Dämmung verwendet. Wegen der notwendigen hohen Temperaturen ist die Herstellung des Dämmstoffs recht energieintensiv.
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Als mineralisches Material brennen Perlite nicht. Außerdem ist dieser Dämmstoff gegen Fäule, Schimmel und Schädlinge absolut unempfindlich.


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Wer bei der Wärmedämmung am Eigenheim Wert auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung legt, hat beim Material eine große Auswahl: Es gibt zahlreiche Alternativen zu den herkömmlichen Materialien wie dem erdölbasierten Styropor oder der Mineralwolle.

Für viele Vorhaben gibt es geeignete Stoffe aus nachwachsenden Materialien, die gute Dämmwirkungen erzielen. Sie schonen die natürlichen Ressourcen, weil sie keine fossilen Rohstoffe nutzen, und können weitere ökologische Vorteile haben.

Welches Material die beste Wahl ist, hängt zunächst davon ab, was genau gedämmt werden soll. Die Außenwand zum Beispiel? Das Dach? Oder die Kellerwand? Denn nicht jedes Material ist für alle Vorhaben geeignet. Aber für jedes Projekt gibt es gute Alternativen zu den herkömmlichen Dämmstoffen.

Es gibt Bereiche, für die sich Naturmaterialien nicht eignen. Das gilt zum einen für die Außendämmung im sogenannten Perimeterbereich. Dieser liegt unterhalb des Erdreichniveaus und knapp darüber. Naturfaserdämmstoffe sind nicht widerstandsfähig genug gegen Feuchtigkeit und Druck, um hier zum Einsatz zu kommen. Zum anderen gilt dies für Flachdächer – hier sind viele ökologische Dämmstoffe nicht zugelassen.


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Die Holzweichfaser kann einen guten Beitrag zur Regulierung des Raumklimas leisten. Wird sie durch chemische Zusatzstoffe imprägniert, ist sie auch im Außenbereich einsetzbar. Zur Produktion in Mattenform wird den Fasern meist ein Bindemittel wie Kunstharz zugesetzt.


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Hanf erzielt eine mittlere Dämmwirkung und ist als flexibles Material gut in Zwischenräumen einsetzbar. Die mechanische Belastbarkeit von Hanfdämmprodukten ist begrenzt.

Zur Herstellung werden Fasern der Hanf-Stängel benutzt. Diese enthalten kein Eiweiß, aber viel Kieselsäure. Das macht den Dämmstoff unattraktiv für Insekten oder Nager und recht feuchtigkeitsbeständig. Die Matten enthalten wegen brandschutztechnischer Anforderungen chemische Zusatzstoffe.

Die Hanfpflanze wächst schnell und genügsam, was der Ökolbilanz des Dämmstoffs zu Gute kommt. 
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Dieser Dämmstoff wird in Norddeutschland zum Dachdecken eingesetzt und ist schon seit Jahrtausenden als natürlicher Baustoff bekannt.
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Schilf ist unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und wird üblicherweise im Winter geerntet, wodurch das Ökosystem nur gering belastet werden. Im Rahmen der Herstellung werden dem Material keine Zusatzstoffe beigesetzt, das schont die Umwelt und erleichtert das Recycling.
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Seegras wächst im Salzwasser unterhalb der Wasseroberfläche in einer Tiefe zwischen 3 und 40 Metern. 

Dieser nachwachsende Dämmstoff ist durch seine natürliche Zusammensetzung aus silikathaltigen Fasern schimmel- und schädlingsresistent. Außerdem ist der Energieaufwand zur Herstellung des Dämmstoffs gering.
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Zellulose ist schimmel- und schädlingsresistent und der für die Herstellung notwendige Rohstoff (Altpapier) ist in großer Menge vorhanden. Das Material ist als ökologischer Dämmstoff üblicherweise recht preisgünstig.
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Für die Verwendung dieses Dämmstoffs aus Altpapier wurde schon vor mehr als 100 Jahren ein Patent in England zugelassen.
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Die Schafwolle ist schimmelresistent, kann Schadstoffe aus der Luft binden und je nach Ausführung eine sehr gute Dämmwirkung entfalten. Der Baustoff ist angenehm und einfach zu verarbeiten. Am Bau zersetzt oder verändert sich die Wolle zu üblichen Bedingungen langfristig nicht.

Die Herstellung verlangt eine große Menge an Reinigungsmitteln und ohne Zusätze, die ökologisch bedenklich sein können, ist das Material schädlingsanfällig. Im Verhältnis zu anderen ökologischen Dämmstoffen hat die Schafwolle meistens einen höheren Preis.
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Bei der Auswahl eines Dämmstoffs muss immer auf das so genannte Keymark geachtet werden. Auf dieser Produktkennzeichnung ist mit Buchstabenkürzeln vermerkt, für welche Anwendungen das Material zugelassen ist.

Es handelt sich um ein freiwilliges, europaweites Qualitätszeichen für Produkte. Es zeigt an, dass der Dämmstoff den gesetzlichen Vorgaben entspricht und dies durch eine unabhängige Stelle überprüft wurde. Darüber hinaus bestätigt es die Richtigkeit der Angaben zum Stoff in den Leistungserklärungen der Hersteller.

Es ersetzt das frühere „Ü-Kennzeichen“, das im Oktober 2016 entfallen ist.
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Kachelofen

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Kombiniert weiternutzen kann Jan Blefgen den alten Kaminofen. Allerdings gibt Energieberater Peters zu bedenken: Die Wärmepumpe muss so geplant sein, dass sie das Haus auch allein beheizen kann. Und im gut gedämmten Gebäude kann der Ofen dann zu Überhitzung im Raum führen. Soll er weiterlaufen, empfiehlt Peters deshalb eine Wassertasche. Die verteilt einen großen Teil der Ofenwärme ins zentrale Heizsystem.

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Photovoltaik

Auch vom eigenen Dach könnte Jan Blefgen einen Teil des Stroms für eine Wärmepumpe beziehen. Klar muss aber sein, wie Carsten Peters erklärt: der Solarstrom reicht nicht annähernd, um die Wärmepumpenheizung allein zu betreiben. Denn die meiste Wärme braucht man schließlich im Winter– wenn am wenigsten Solarenergie fließt. Außerdem ist die Kombination von Wärmepumpe, PV-Anlage und Heizstromvertrag nicht ganz einfach. Hier muss genau gerechnet werden.
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Solarthermie

Auch eine Solarwärme-Anlage auf dem Dach könnte die Wärmepumpe unterstützen. Dann könnte Jan Blefgen die Wärmepumpe im Sommer ausschalten, weil fürs warme Wasser die Sonnenwärme reicht. Wirtschaftlich ist das allerdings nur, wenn relativ viel Warmwasser benötigt wird. Für einen Ein- oder Zweipersonenhaushalt rät Carsten Peters eher ab – dann lieber Photovoltaik aufs Dach, das rechnet sich auf jeden Fall.
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